Painthorse Wallach mit Kotwasser (Svenja B.)

2016 kaufte ich meinen damals 10-jährigen Painthorsewallach. Anfang 2018 fing das Problem mit dem Kotwasser an und ein langer Weg mit vielen Krankheiten. Mein Tierarzt und eine Heilpraktikerin versuchten einiges ohne wirklich langfristigen Erfolg. In der Klinik fand man nichts bedenkliches außer etwas Sandrückstände, die mit Flohsamen behandelt wurden und gegen den Husten (Verschleimung) wurde aus der Klinik Cortison mitgebracht.

Er kam vom Offenstall in eine Box mit täglichem Auslauf, wo er als Rangniedrigster fortan nur noch einen Kumpel hatte, um ihm ein stressfreieres Leben mit Boxenruhe zu ermöglichen. Außerdem wurde das Heu nun nicht mehr nass verfüttert. Zwischendurch war das Kotwasser mal weg und es fing jedoch immer wieder an.

Das Team von HBD lernte meine Reitbeteiligung auf einer Messe kennen und gab mir einen Flyer mit über das leidige Thema Kotwasser.  Zuvor hatte ich schon viel im Netz gelesen und ich vereinbarte ein Beratungsgespräch mit Frau Beifuss. Es wurde ein strikter Diätplan erstellt mit den Produkten von HBD und ich bekam Hausaufgabe mich mit dem komplexen Thema im Internet zu beschäftigen (Darm-Hirm, Leber in Verbindung mit Kotwasser, Entzündung der Darmschleimhaut, Silentinflanation, Leaky Gut Syndrom uvm.)

Anfangs reagierte er sehr gut auf die  Futterumstellung. Jedoch kamen erneute Kotwasserschübe. Nun begann die Ursachenforschung gemeinsam mit Frau Beifuss, eine Kotprobenuntersuchung wurde veranlasst und das Ergebnis war eine nahezu komplett zerstörte Darmflora und mehrere Schimmelpilze. Wir versuchten einiges inklusive einer Lebendkeimtherapie, wo ich die komplette Stallgemeinschaft (Selbstversorgerstall) mit einbinden musste, aufgrund der mehrmalig täglichen Verabreichung der Lebendkeime. Ich bin sehr dankbar, weil mich dort alle unterstützt haben ohne sie wäre es nicht möglich gewesen. Jedoch hatte ich auch viele Gespräche, Diskussionen, ob nur eine regelmäßige telefonische Beratung und das schicken von Fotos an Frau Beifuss meinen Pferd helfen könnte. Schließlich würde es meinem Pferd zusehens schlechter gehen und das Kotwasser war einmal so schlimm, dass es ihm die Beine herunterlief und er offene Stellen an den Hinterbeinen bekam. Ich bekam viele Tipps von der Stallgemeinschaft und ich musste mich in der Zeit auch viel rechtfertigen, dass der gemeinsame Weg mit Frau Beifuss und ihrem Team der richtige ist. Letztes Jahr im Sommer war die Hufqualität so schlecht geworden, dass die Hufeisen vorne aus dem Huf herausgebrochen sind. Mein Hufschmied versuchte es zu kleben, aber das half nur kurzfristig. Also stellte ich meinen Wallach auf Barhuf um, da keine Substanz am Huf vorhanden war, ihn beschlagen zu können – das alles hatte auch mit seinem Darmproblem zu tun. Im Oktober 2019 kam ein Reheschub, gemeinsam mit meinem Tierarzt und Frau Beifuss wurde dieser behandelt erfolgreich behandelt – auf dem Rötgenbild an den Vorderhufen konnte man keine Rotation erkennen.

Sehr behutsames Anweiden mit den Tipps von Frau Beifuss stand dieses Jahr auf unserem Plan. Jedoch war Kotwasser war immer noch präsent und gemeinsam mit Frau Beifuss suchten wir weiter nach dem Problem und der Ursache. Es wurde nochmals eine Kotprobe und erstmalig eine Wasserprobe (Brunnentrinkwasser) eingeschickt. Das Ergebnis war eindeutig. Die gleichen Bakterien und Keime (Pseudomonas und Acinetobacter) waren im Darm meines Pferdes und im Trinkwasser zu finden.  Ich stellte nun auf lebensmittelechte Bottiche in Box (vorher Tränke) und Paddock/Wiese um und es gab nur noch Leitungswasser, kein Brunnenwasser. Die Bottiche werden regelmäßig mit kochendem Essigwasser gereinigt. Seit dieser Umstellung ging es relativ schnell, dass das Kotwasser verschwunden war und nicht mehr wie Pipi an den Beinen herunterlief. Ich habe ein zufriedenes Pferd, was sich in seinem Verhalten auch deutlich zeigt, dass es ihm seit 4 Monaten gut geht und wir das Kotwasserproblem hoffentlich endlich langfristig gelöst haben.  So lange waren wir noch nie Kotwasserfrei.

Auch der Husten der zwischendurch immer wieder beim ersten antraben zu hören war ist nun endlich verschwunden, was auch alles durch  seine  Darmprobleme hervorgerufen wurde. Der Hufschmied hat auch bestätigt, dass man merkt, dass es ihm besser geht – er ist auch zufrieden mit den Hufen, die langsam auch wieder besser nachwachsen.

Jetzt muss er nur noch nach seinem Reheschub wieder Muskulatur aufbauen, damit er wieder ein Freizeitreitpferd werden kann. Auch hier unterstütze mich Frau Beifuss und empfahl mir einen Osteopathen, der uns sicher helfen kann und wir irgendwann mal endlich Ruhe haben und uns an den schönen Dingen des Lebens erfreuen können und mein Geldbeutel sich auch endlich mal erholen kann und ich nicht nur in Krankheiten investieren muss.

September 2020