Das ist Chester!

 

Das ist Chester mein Deutsches Reitpony/ Welsh geboren am 23.05.1988. In jungen Jahren lief er Dressur,- und Springtunier, ging Distanzritte. Mit 22 Jahren wollte ich ihn in Rente schicken, was ihm gar nicht gefiehl. Also arbeiteten wir altersgerecht weiter: Ausritte, Bodenarbeit, Clickertraining, Zirkuskunststücke. 2010 hatte er, vermutlich durch einen Fütterungsfehler meinerseits (Müsli mit Melasse, Apfeltreste, Obstbeimengungen), eine Futterrehe 3 Schübe in 4 Wochen. Er hat es mit einer geringen Rotation-, und Hufbeinsenkung links gut überstanden und war nach eineinhalb Jahren wieder reitbar und zu allen Schandtaten bereit. Allerdings hat er von der Hufrehe Kotwasser bekommen, der dazu befragte Tierarzt sagte: “Kotwasser sei nur lästig für den Besitzer dem Pferd würde das nichts machen.”
Im Winter 2015/2016 wog er 329kg und hatte im vergleich zum März bereits 13kg abgenommen. Ich schob es auf die, mit mageren Gräsern eingesähte Weide die er wegen seiner Hufrehegefahr benötigt. Ein bisschen Gewichtsverlust hatte er im Sommer immer, dass glich er aber über den Winter wieder aus.
Im Winter 2015/2016 war ich zusätzlich gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht viel mit ihm trainieren. Das er dadurch Muskeln verliert war nicht zu ändern aber er verlor trotz genug Heu und Müsli stetig an Gewicht und wurde immer dünner, auch der Fellwechsel dauerte länger als sonst. Beim Wiegen im März hatte er bloss noch 296kg und das Gewicht viel sichtlich immer weiter.      

Obwohl ich bis Mai bereits mit 2 Futterberaten gesprochen hatte und unmengen von den empfohlenen Futtermitteln in mein Pony schob wurde dieser immer dünner und sein Fell immer stumpfer.
Durch eine Stallkollegin erfuhr ich von HBD und Frau Beifuss und rief diese an. Die auszufüllenden Unterlagen waren schnell bei mir und eben so schnell hatte ich sie ausgefüllt und zurück geschickt. Am 02.05.16 hatten wir dann einen Telefontermin der mich sehr überraschte. Es ging nicht nur um eine Futterumstellung, wie bei den anderen Futterberatungen, NEIN !!
Hauptanliegen von Frau Beifuss war Ursachenforschung um diese zu behandeln und die bestehenden Probleme Gewichtsverlust und Kotwasser dauerhaft abzustellen.

  

Die Kotprobe zeigte, dass Chester einen Pilzbefall im Darm hatte und, dass ihm fast nahezu alle gramnegativen Darmbakterien fehlten, die er aber zur Futterverwertung benötigt.
Den Pilz behandelten wir mit Hilfe meiner THP homöopathisch und mit Frau Beifuss begannen wir den Darm zu sanieren und versuchten die physiologische Darmflora wieder aufzubauen. Auf Grund der damaligen Hufrehe erfolgte die Futterumstellung sehr vorsichtig.

  

Sehr langsam konnte man schon nach 2 Monaten sehen wie Chester an Gewicht zu legte und sein Fell wieder zu glänzen begann. Das Kotwasser wurde immer weniger und  war dann Ende September völlig verschwunden. Frau Beifuss wollte engmaschig über die Entwicklung von Chester informiert werden.

Am 18.09.2016 wog Chester schon wieder 308kg und sein Gewicht nahm weiter zu. Er war fit, der Wechsel von Sommerfell zum Winterfell lief problemlos und war wie früher eine kurze haarige Angelegenheit. Ich konnte neben der Bodenarbeit langsam wieder anfangen zu reiten um die verlorenen Muskeln weiter aufzubauen.
Die Kontrollkotprobe zeigte leider, dass der Pilz zwar vollständig verschwunden war , allerdings hat sich die fehlende Darmflora nicht wie gewünscht aufgebaut.
Im November 2016 haben sich dann die letzten Riefen auf Chesters Zähnen endgültig abgenutzt und er kann nur noch eingeweichtes Futter fressen.

  

Das ist Chester am 07.12.2016 die Muskeln kommen langsam zurück. Die Umstellung auf ausschliesslich eingeweichtes Futter war überhaupt kein Problem und auch hierbei und den auftauchenden Fragen wie Futterpausen und notwendiger Magenschutz lies mich Frau Beifuss nicht alleine.
Bezüglich der Darmsanierung haben wir alle Möglichkeiten besprochen und wir haben entschieden: So schnell geben wir nicht auf!!
Die Therapie zur Darmsanierung wurde verändert und ist noch lang nicht abgeschlossen.
Vielen Dank an Frau Beifuss und das HBD-Team ohne diese kompetente Hilfe wäre mein alter Herr trotz kiloweise Futter einfach verhungert.