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Sekundäre Pflanzennährstoffe

Sekundäre Pflanzennährstoffe sind in aller Munde als wahre Wundermittel für und gegen alles.

Stimmt das?

Sicher ist es, da es einige große Studien zur Wirkung am Menschen gibt, dass diese Stoffe extrem gesundheitsfördernd sind, sogar eine sehr positive Wirkung gegen Krebs haben können oder vorbeugend verhindern können. Darüber hinaus ist wenig bekannt. Was man ebenfalls als gesichert ansehen kann, ist die Tatsache, dass diese sekundären Pflanzennährstoffe umso gesundheitsfördernder sind, je mehr davon konsumiert wird und je vielfältiger diese im Speiseplan vertreten sind.

Was genau sind denn nun diese sekundären Pflanzennährstoffe?

Sekundäre Pflanzennährstoffe bilden Pflanzen aus, um Fressfeinde abzuhalten ( z.B. Bitterstoffe) und um sich vor Viren, Bakterien und Pilzen zu schützen.

Eine Pflanze muss andere Strategien entwickeln, um Feinde abzuwehren, da sie fest verwurzelt an einem Standort ist und nicht, wie das Fluchttier Pferd, davonlaufen kann. Sekundäre Pflanzennährstoffe sind die pflanzliche Antwort auf Feinde aller Art.

Diese Stoffe bildet eine Pflanze insbesondere dann aus, wenn Sie nicht intensiv mit Pflanzenschutzmittel permanent unterstützt wird, also sind Nahrungsmittel aus biologischer Erzeugung grundsätzlich reicher an sekundären Pflanzennährstoffen als Lebensmittel aus konventioneller Erzeugung.

Was bedeutet das für unsere Pferde?

Grundsätzlich gibt es leider keinerlei Studien am Pferd, die die bisher bekannten Erkenntnisse am Menschen bestätigen würden. Allerdings ist es sicherlich gesundheitsfördernd, so viel Vielfalt wie möglich zu zu füttern, von ständigen Kräutergaben ist dringend abzuraten wegen der möglichen Erhöhung der Allergiebereitschaft. Auch ein gutes, umfassend resorbierbareres, bioverfügbares Mineralfutter, wie z.B. HBD’s®Horse Mineral melassefrei, und natürlich Futtermittel, die einen Mehrnutzen aufweisen wie z.B. das neue HBD’s® Vitalo TKM, unser neues Vitalo mit Traubenkernmehl.

Traubenkernmehl enthält OPC, einen sekundären Pflanzennährstoff, der als das stärkste Antioxodans gilt, also als starker Radikalfänger. Freie Radikale entstehen in jedem Organismus durch den normalen Zellstoffwechsel. Freie Radikale greifen Zellen an, zerstören Sie, lassen den Organismus schneller altern, erhöhen die Entzündungsneigung im Organismus, etc. Dies kann durch Einsatz von Antioxidantien deutlich gemindert werden. Hier nimmt der sekundäre Pflanzennährstoff OPC eine Schlüsselrolle ein.

HBD’s® Vitalo TKM enthält natürlich:

Kein Getreide

Keine Zuckerzusätze

Keine Synthetika

Ist reich an OPC

 

Das ideale Futter mit Mehrnutzen für:

Alle stoffwechselkranken Pferde

Pferde mit Allergien

Pferde mit erhöhter sportlicher Leistung (Sport erhöht den Anteil freie Radikale im Körper)

 

Nähere Informationen erhalten Sie gerne bei:

Dipl. Ing. (FH) Anja Beifuss

Mail: anjabeifuss@hbd-agrar.de

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Mineralfutter ist nicht gleich Mineralfutter

Die Mineralstoffversorgung unserer Pferde ist schon lange nicht mehr nur über das Heu, Gras und evtl. Getreide oder sonstiges Kraftfutter zu decken. Denn der flächendeckende Mineralstoffmangel in den Böden lässt eine Anreicherung von Mineralstoffen in Futter-und Lebensmittelpflanzen nicht mehr zu. Mineralfutter ist nicht gleich Mineralfutter weiterlesen

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Kräuterfütterung: Wo endet ein sinnvoller Einsatz, und ab wann kann es bedenklich für Ihr Pferd werden?

Kräuter sind seit einigen Jahren in aller Munde und in fast allen Pferdefuttermitteln enthalten. Sie werden als Einzelkräuter oder als Mischungen für nahezu alle Einsatzzwecke angeboten. Von Gesundheitsunterstützung bei gesunden Pferden, bis zur Heilung von chronischen Erkrankungen, zur Entgiftung/Entschlackung und zur Aufwertung von artenarmem Raufutter. Kräuterfütterung: Wo endet ein sinnvoller Einsatz, und ab wann kann es bedenklich für Ihr Pferd werden? weiterlesen

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Weidezeit: Was ist zu tun, um die Tiere vor massivem Übergewicht zu schützen?

Beitrag Anja Beifuss, langjährig erfahrener Gesundheits-Coach für Pferde und Hunde:

Unsere Pferde sind inzwischen – Mitte Juni – alle wieder ausgeweidet.
Die Freude bei Mensch und Pferd ist groß. Allerdings werden leider auch die Probleme mit dem Gewicht unserer (Freizeit-) Pferde gerade wieder akut. Viele Pferde nehmen rapide zu, sobald sie auf der Weide stehen.

Wie kann man Tiere vor schneller und übermäßiger Gewichtszunahme schützen, Tendenzen zu EMS verhindern, und die Pferde dennoch grasen lassen?
Leider schaffen sich viele Freizeitreiter Pferderassen an, die ursprünglich aus völlig anderen klimatischen Regionen stammen als wir es hier gewohnt sind. Viele dieser Pferde, wie z. B der Isländer, der Norweger, Haflinger, Freiberger, Tinker, Friese usw., sind seit Jahrtausenden an sehr mageres Gras mit wenig Zucker- und Eiweißgehalt angepasst. Diese werden vermehrt in Regionen mit fetten, zucker- und eiweißreichen Weideflächen “importiert”. Da sind die Probleme, wie z.B. Fettleibigkeit, irgendwann Hufrehe, EMS und in der Folge oft weitere Stoffwechselprobleme z. B. in der Haut oder der Lunge fast schon zwangsläufig.

Wie erhält man trotz zu reichhaltigem Futterangebot das Pferd gesund und schlank?
Um es vorweg zu nehmen, das Pferd hungern zu lassen, ist nie die Lösung.
Da sich alle Pferde größtenteils oder ausschließlich vom Raufutter ernähren, hat man hier die größten Möglichkeiten, das Futterangebot erfolgreich zu reduzieren. Z. B. indem man nur sehr mageres Heu ausschließlich aus einem späten 1. Schnitt, evtl. auch 1 – 1,5 Jahre alt, verwendet. Außerdem kann man die Heumengen begrenzen, aber keinesfalls auf unter 1,5 kg/100 kg Lebendgewicht. Weniger würde bald gravierende Magenprobleme nach sich ziehen.
Verteilen Sie dieses Raufutter in Netzen auf den ganzen Tag und die Nacht, so dass keinesfalls Fresspausen von mehr als 2 – 2,5 h entstehen. Ihr Pferd produziert permanent Magensäure, die durch Fressen von Raufutter gepuffert wird.

Auch kann man die Heumengen mit magerem Stroh strecken (mischen), aber keinesfalls mehr als 500 g/100 kg Körpergewicht, da Stroh sehr viel Wasser im Darm bindet und bei zu großen Mengen zu Verstopfungskoliken führen kann.
Der Weidegang sollte bei leicht futterigen Pferden unbedingt auf maximal 1 – 2 h täglich begrenzt werden.
Es ist kurzzeitig sicher vertretbar, falls das Pferd Rehe gefährdet ist, auch einen Maulkorb einzusetzen. Langfristig sind diese Hilfsmittel allerdings tierschutzrelevant.
Bevor es auf die Weide kommt, sollte das Pferd immer bereits eine Heu-/Strohportion bekommen haben, also gesättigt sein.
Das Verbringen auf bereits stark abgeweideten Flächen kann eine weitere Lösung sein.
Mineralfutter brauchen solche Pferde aber grundsätzlich immer, da unsere landwirtschaftlichen Flächen flächendeckend mineralstoffarm sind und Ihr Pferd keinesfalls ausreichende Mineralstoffe über das Raufutter erhält. Achten Sie darauf, ein Mineralfutter zu füttern, das ausschließlich 100 % organisch gebundene Mineralstoffe enthält. Nur diese können von Ihrem Pferd optimal für den Stoffwechsel aufgenommen werden.

Wann ist der Einsatz von Kraftfutter ratsam?
Kraftfutter brauchen übergewichtige Pferde grundsätzlich nicht. Es sei denn, das Gewicht soll gezielt reduziert werden. Für solche Pferde sollte ein gezielter Futterplan erstellt werden, der auch etwas Kraftfutter enthält. Denn es sollte nicht nur Fett abgebaut, sondern auch Muskulatur aufgebaut werden. Dazu muss gezielt und richtig gefüttert werden. Vor allem die Eiweißfütterung muss bei entsprechendem Training angepasst werden. Einfach nur Heu und Weide wird evtl. zu der gewünschten Gewichtsreduktion führen, aber niemals zu dem erhofften Muskelaufbau. Die Beratung hierfür sollte ein Fachmann übernehmen, der einen individuellen Fütterungs- und Trainingsplan erstellt. Lassen Sie sich gerne bei HBD beraten.

Warum ist das tägliche Training so wichtig?
Kein Organismus wird allein vom Fressen schlanker werden. Besonders nicht, wenn Sie die o. g. Rassen im Stall haben.
Da hilft nur regelmäßiges und konsequentes Arbeiten mit dem Pferd.
Als unterste Grenze sollte Ihr Pferd mindestens 1 – 1,5 h pro Tag gearbeitet werden. Unter Arbeit ist hierbei keinesfalls Clickertraining oder Bodenarbeit gemeint, das kann man zusätzlich machen. Dies ersetzt jedoch keinesfalls die Arbeit unter dem Sattel.
Die meisten Freizeitreiter reiten Ihr Pferd 2 – 3 Mal pro Woche ca. 30 Minuten und arbeiten vielleicht zusätzlich 1 – 2 Mal pro Woche mit ihm am Boden. Das entspricht jedoch nicht mal leichter Arbeit.
Wenn Sie Ihr Pferd langfristig gesund halten wollen, ist eine tägliche, ausgiebige Arbeit unter dem Sattel / vor dem Wagen unerlässlich. Leider nehmen viele Freizeitreiter die Tatsache, dass das Pferd in einer Offenstallhaltung steht, als Vorwand, es nicht regelmäßig reiten zu müssen. Das ist aber ein Irrtum. Unsere Hauspferde sind genetisch reine Lauftiere, die sich viele Stunden am Tag auf Futtersuche nicht nur langsam fortbewegen. Diesen Anspruch ersetzt ein Offenstall plus Bodenarbeit keineswegs. Das wird immer zu Problemen wie z. B Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten führen müssen.
Sollte man selbst z.B. aus zeitlichen Gründen diesem dauerhaften Bewegungsanspruch des Pferdes nicht gerecht werden können, ist es ratsam an einigen Tagen in der Woche einen guten Reiter oder auch Ausbilder, der mit dem Pferd adäquat arbeitet zu engagieren.
Ein gut ausgebildetes Reitpferd belohnt uns täglich mit einer großen Freude.

In diesem Sinne, wünsche ich einen tollen Sommer mit vielen, schönen Stunden im Sattel. Das Pferd wird es danken.

Ihre Anja Beifuss

 

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Akute Rehegefahr-Was tun?

Szenario 1: Hilfe, mein Pferd ist unbemerkt in die Futterkammer geschlüpft und hat Unmengen Kraftfutter gefressen.
Oder:
Szenario 2: Mein Pferd ist viel zu lange auf der Weide gewesen und das zu einer Zeit, zu der die Fruktanwerte exorbitant hoch waren.
Diese und ähnliche Situationen haben viele Pferdebesitzer von uns bereits erlebt.
Die Hufrehe ist praktisch vorprogrammiert. Aber man hat eine gute Chance, die Rehegefahr noch abzuwenden, wenn man nach o.g. Ereignissen umgehend handelt.
Bei einer Futterrehe, egal ob durch Gras oder durch zu viel Getreide ausgelöst, wird der Dickdarm bei der Verdauung der zu viel aufgenommenen Komponenten (Fruktan oder Getreidestärke) massiv übersäuert. Die gesunden Darmbakterien (das gesunde Darmmikrobiom) sterben explosionsartig ab. Die dabei entstehenden Bakteriengifte überlasten den Entgiftungsstoffwechsel derart, dass ein Hufreheschub ausgelöst wird. Siehe auch unseren Fachartikel Hufrehe (unter Gesundheitscoaching-Fachartikel-Hufrehe, alle Jahre wieder). Akute Rehegefahr-Was tun? weiterlesen

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Ausweiden im Frühjahr

An- und Ausweiden im Frühjahr, muss das immer ein Problem sein?

Endlich, die Sonne scheint wieder, der Winter war sehr lang und viel zu dunkel. Die Pferde und die Reiter drängt es nach draußen. Die Pferde sind gierig nach dem frischen Gras.
Soll ich mein Pferd schon grasen lassen? Wie lange, zu welcher Tageszeit? Wann endgültig ausweiden, wie lange soll das Pferd dann täglich auf die Weide?
Diese Fragen treiben die Pferdebesitzer jedes Jahr neu um, jedes Jahr entstehen leider aber auch die gleichen Probleme.
Die Pferde sind aufgebläht, haben Bauchweh, manchmal Koliken, oder schlimmer noch, Hufrehe. Ausweiden im Frühjahr weiterlesen

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Mageres Pferd

Mageres Pferd was tun?
Viel versucht ohne großen Erfolg.

Mit dem Phänomen „mageres Pferd“ sieht sich sicherlich jeder Pferdebesitzer irgendwann einmal während eines Pferdelebens konfrontiert.

Das erste Gespräch sollte immer mit dem Haus-Tierarzt geführt werden, um auszuschließen, dass eine Erkrankung, z. B. Magenprobleme, dahinter steckt. Wenn dies verneint werden kann, muss man sich klarmachen, warum das Pferd abgenommen hat.

Es gibt verschiedene Ursachen, denen keine Krankheit zugrunde liegt:
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