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Akute Rehegefahr-Was tun?

Szenario 1: Hilfe, mein Pferd ist unbemerkt in die Futterkammer geschlüpft und hat Unmengen Kraftfutter gefressen.
Oder:
Szenario 2: Mein Pferd ist viel zu lange auf der Weide gewesen und das zu einer Zeit, zu der die Fruktanwerte exorbitant hoch waren.
Diese und ähnliche Situationen haben viele Pferdebesitzer von uns bereits erlebt.
Die Hufrehe ist praktisch vorprogrammiert. Aber man hat eine gute Chance, die Rehegefahr noch abzuwenden, wenn man nach o.g. Ereignissen umgehend handelt.
Bei einer Futterrehe, egal ob durch Gras oder durch zu viel Getreide ausgelöst, wird der Dickdarm bei der Verdauung der zu viel aufgenommenen Komponenten (Fruktan oder Getreidestärke) massiv übersäuert. Die gesunden Darmbakterien (das gesunde Darmmikrobiom) sterben explosionsartig ab. Die dabei entstehenden Bakteriengifte überlasten den Entgiftungsstoffwechsel derart, dass ein Hufreheschub ausgelöst wird. Siehe auch unseren Fachartikel Hufrehe (unter Gesundheitscoaching-Fachartikel-Hufrehe, alle Jahre wieder).

Je schneller man eingreifen kann, umso zuverlässiger kann man das Geschehen noch abwenden.
Gehen Sie sofort in die Apotheke und kaufen Sie ein Basensalz, wie z.B. Bullrichsalze, oder nehmen Sie Kaisernatron aus dem Supermarkt (im Backregal zu finden). Geben Sie für 4 Tage 20 g je 100 kg Körpergewicht und Tag, danach 10 g je 100 kg Körpergewicht und Tag für weitere 3 Tage, dann absetzen. Bitte in mind. 2, besser mehr Portionen füttern. Damit kann man die entstehende Säure im Darm neutralisieren und das Absterben der Darmbakterien minimieren. Außerdem sollte für ca. 1 Woche HBD’s MYTOX gefüttert werden, ein umfassend wirkender Toxinbinder, der im Darm entstehende Gifte abfangen kann. Füttern Sie hier für 1 Woche doppelte Dosis. Dann absetzen.
Je früher Sie mit diesen Maßnahmen beginnen, umso wahrscheinlicher ist es, dass Sie den Reheschub verhindern können.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne tel. direkt an mich, oder per Mail an www.HBD-Agrar.de

Liebe Grüße, Ihre Anja Beifuss

 

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