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HBD’s®- Buchempfehlung – THP Birgit Oetting

Ich sehe mich in meinem Tier: Gesundheit und Emotionen aus Sicht einer Tierheilpraktikerin

Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass die Themen Ernährung, Haltung und Umgang mit Tieren einerseits und die Erkrankungen der Tiere andererseits einen Zusammenhang haben. Riskieren wir allerdings einen zweiten Blick durch die Brille des gesunden Menschenverstandes und aus der Sicht der ganzheitlichen Naturheilkunde, lassen sich tatsächlich ganz viele, interessante Zusammenhänge feststellen. Denn ein Körper ist eine Einheit, ein natürliches, wunderbar aufeinander abgestimmtes System. Verändere ich einen Baustein, verändert sich auch die ganze Einheit.
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Weidezeit: Was ist zu tun, um die Tiere vor massivem Übergewicht zu schützen?

Beitrag Anja Beifuss, langjährig erfahrener Gesundheits-Coach für Pferde und Hunde:

Unsere Pferde sind inzwischen – Mitte Juni – alle wieder ausgeweidet.
Die Freude bei Mensch und Pferd ist groß. Allerdings werden leider auch die Probleme mit dem Gewicht unserer (Freizeit-) Pferde gerade wieder akut. Viele Pferde nehmen rapide zu, sobald sie auf der Weide stehen.

Wie kann man Tiere vor schneller und übermäßiger Gewichtszunahme schützen, Tendenzen zu EMS verhindern, und die Pferde dennoch grasen lassen?
Leider schaffen sich viele Freizeitreiter Pferderassen an, die ursprünglich aus völlig anderen klimatischen Regionen stammen als wir es hier gewohnt sind. Viele dieser Pferde, wie z. B der Isländer, der Norweger, Haflinger, Freiberger, Tinker, Friese usw., sind seit Jahrtausenden an sehr mageres Gras mit wenig Zucker- und Eiweißgehalt angepasst. Diese werden vermehrt in Regionen mit fetten, zucker- und eiweißreichen Weideflächen “importiert”. Da sind die Probleme, wie z.B. Fettleibigkeit, irgendwann Hufrehe, EMS und in der Folge oft weitere Stoffwechselprobleme z. B. in der Haut oder der Lunge fast schon zwangsläufig.

Wie erhält man trotz zu reichhaltigem Futterangebot das Pferd gesund und schlank?
Um es vorweg zu nehmen, das Pferd hungern zu lassen, ist nie die Lösung.
Da sich alle Pferde größtenteils oder ausschließlich vom Raufutter ernähren, hat man hier die größten Möglichkeiten, das Futterangebot erfolgreich zu reduzieren. Z. B. indem man nur sehr mageres Heu ausschließlich aus einem späten 1. Schnitt, evtl. auch 1 – 1,5 Jahre alt, verwendet. Außerdem kann man die Heumengen begrenzen, aber keinesfalls auf unter 1,5 kg/100 kg Lebendgewicht. Weniger würde bald gravierende Magenprobleme nach sich ziehen.
Verteilen Sie dieses Raufutter in Netzen auf den ganzen Tag und die Nacht, so dass keinesfalls Fresspausen von mehr als 2 – 2,5 h entstehen. Ihr Pferd produziert permanent Magensäure, die durch Fressen von Raufutter gepuffert wird.

Auch kann man die Heumengen mit magerem Stroh strecken (mischen), aber keinesfalls mehr als 500 g/100 kg Körpergewicht, da Stroh sehr viel Wasser im Darm bindet und bei zu großen Mengen zu Verstopfungskoliken führen kann.
Der Weidegang sollte bei leicht futterigen Pferden unbedingt auf maximal 1 – 2 h täglich begrenzt werden.
Es ist kurzzeitig sicher vertretbar, falls das Pferd Rehe gefährdet ist, auch einen Maulkorb einzusetzen. Langfristig sind diese Hilfsmittel allerdings tierschutzrelevant.
Bevor es auf die Weide kommt, sollte das Pferd immer bereits eine Heu-/Strohportion bekommen haben, also gesättigt sein.
Das Verbringen auf bereits stark abgeweideten Flächen kann eine weitere Lösung sein.
Mineralfutter brauchen solche Pferde aber grundsätzlich immer, da unsere landwirtschaftlichen Flächen flächendeckend mineralstoffarm sind und Ihr Pferd keinesfalls ausreichende Mineralstoffe über das Raufutter erhält. Achten Sie darauf, ein Mineralfutter zu füttern, das ausschließlich 100 % organisch gebundene Mineralstoffe enthält. Nur diese können von Ihrem Pferd optimal für den Stoffwechsel aufgenommen werden.

Wann ist der Einsatz von Kraftfutter ratsam?
Kraftfutter brauchen übergewichtige Pferde grundsätzlich nicht. Es sei denn, das Gewicht soll gezielt reduziert werden. Für solche Pferde sollte ein gezielter Futterplan erstellt werden, der auch etwas Kraftfutter enthält. Denn es sollte nicht nur Fett abgebaut, sondern auch Muskulatur aufgebaut werden. Dazu muss gezielt und richtig gefüttert werden. Vor allem die Eiweißfütterung muss bei entsprechendem Training angepasst werden. Einfach nur Heu und Weide wird evtl. zu der gewünschten Gewichtsreduktion führen, aber niemals zu dem erhofften Muskelaufbau. Die Beratung hierfür sollte ein Fachmann übernehmen, der einen individuellen Fütterungs- und Trainingsplan erstellt. Lassen Sie sich gerne bei HBD beraten.

Warum ist das tägliche Training so wichtig?
Kein Organismus wird allein vom Fressen schlanker werden. Besonders nicht, wenn Sie die o. g. Rassen im Stall haben.
Da hilft nur regelmäßiges und konsequentes Arbeiten mit dem Pferd.
Als unterste Grenze sollte Ihr Pferd mindestens 1 – 1,5 h pro Tag gearbeitet werden. Unter Arbeit ist hierbei keinesfalls Clickertraining oder Bodenarbeit gemeint, das kann man zusätzlich machen. Dies ersetzt jedoch keinesfalls die Arbeit unter dem Sattel.
Die meisten Freizeitreiter reiten Ihr Pferd 2 – 3 Mal pro Woche ca. 30 Minuten und arbeiten vielleicht zusätzlich 1 – 2 Mal pro Woche mit ihm am Boden. Das entspricht jedoch nicht mal leichter Arbeit.
Wenn Sie Ihr Pferd langfristig gesund halten wollen, ist eine tägliche, ausgiebige Arbeit unter dem Sattel / vor dem Wagen unerlässlich. Leider nehmen viele Freizeitreiter die Tatsache, dass das Pferd in einer Offenstallhaltung steht, als Vorwand, es nicht regelmäßig reiten zu müssen. Das ist aber ein Irrtum. Unsere Hauspferde sind genetisch reine Lauftiere, die sich viele Stunden am Tag auf Futtersuche nicht nur langsam fortbewegen. Diesen Anspruch ersetzt ein Offenstall plus Bodenarbeit keineswegs. Das wird immer zu Problemen wie z. B Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten führen müssen.
Sollte man selbst z.B. aus zeitlichen Gründen diesem dauerhaften Bewegungsanspruch des Pferdes nicht gerecht werden können, ist es ratsam an einigen Tagen in der Woche einen guten Reiter oder auch Ausbilder, der mit dem Pferd adäquat arbeitet zu engagieren.
Ein gut ausgebildetes Reitpferd belohnt uns täglich mit einer großen Freude.

In diesem Sinne, wünsche ich einen tollen Sommer mit vielen, schönen Stunden im Sattel. Das Pferd wird es danken.

Ihre Anja Beifuss

 

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Akute Rehegefahr-Was tun?

Szenario 1: Hilfe, mein Pferd ist unbemerkt in die Futterkammer geschlüpft und hat Unmengen Kraftfutter gefressen.
Oder:
Szenario 2: Mein Pferd ist viel zu lange auf der Weide gewesen und das zu einer Zeit, zu der die Fruktanwerte exorbitant hoch waren.
Diese und ähnliche Situationen haben viele Pferdebesitzer von uns bereits erlebt.
Die Hufrehe ist praktisch vorprogrammiert. Aber man hat eine gute Chance, die Rehegefahr noch abzuwenden, wenn man nach o.g. Ereignissen umgehend handelt.
Bei einer Futterrehe, egal ob durch Gras oder durch zu viel Getreide ausgelöst, wird der Dickdarm bei der Verdauung der zu viel aufgenommenen Komponenten (Fruktan oder Getreidestärke) massiv übersäuert. Die gesunden Darmbakterien (das gesunde Darmmikrobiom) sterben explosionsartig ab. Die dabei entstehenden Bakteriengifte überlasten den Entgiftungsstoffwechsel derart, dass ein Hufreheschub ausgelöst wird. Siehe auch unseren Fachartikel Hufrehe (unter Gesundheitscoaching-Fachartikel-Hufrehe, alle Jahre wieder). Akute Rehegefahr-Was tun? weiterlesen

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Neue Partner

Händlerstützpunkt Österreich Heymann

Seit März 2017 haben wir eine weitere Vertriebspartnerin in Österreich.
Wir freuen uns sehr die Pferdepraxis Heymann als neuen Partner an unserer Seite zu haben.

Kontaktdaten:

Pferdepraxis Heymann

Elisabeth Heymann
Finsteregg 2
A – 3074 Michelbach
www.vetmobil.at
elisabeth.heymann@gmx.at

00 43 (0) 660/ 144- 144- 0

 

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Ausweiden im Frühjahr

An- und Ausweiden im Frühjahr, muss das immer ein Problem sein?

Endlich, die Sonne scheint wieder, der Winter war sehr lang und viel zu dunkel. Die Pferde und die Reiter drängt es nach draußen. Die Pferde sind gierig nach dem frischen Gras.
Soll ich mein Pferd schon grasen lassen? Wie lange, zu welcher Tageszeit? Wann endgültig ausweiden, wie lange soll das Pferd dann täglich auf die Weide?
Diese Fragen treiben die Pferdebesitzer jedes Jahr neu um, jedes Jahr entstehen leider aber auch die gleichen Probleme.
Die Pferde sind aufgebläht, haben Bauchweh, manchmal Koliken, oder schlimmer noch, Hufrehe. Ausweiden im Frühjahr weiterlesen

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Mageres Pferd

Mageres Pferd was tun?
Viel versucht ohne großen Erfolg.

Mit dem Phänomen „mageres Pferd“ sieht sich sicherlich jeder Pferdebesitzer irgendwann einmal während eines Pferdelebens konfrontiert.

Das erste Gespräch sollte immer mit dem Haus-Tierarzt geführt werden, um auszuschließen, dass eine Erkrankung, z. B. Magenprobleme, dahinter steckt. Wenn dies verneint werden kann, muss man sich klarmachen, warum das Pferd abgenommen hat.

Es gibt verschiedene Ursachen, denen keine Krankheit zugrunde liegt:
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